Grüne Verbände

Förderprogramm für kommunales Grün gefordert

Förderprogramme Grünflächen
Parks und Gärten sind in der Corona-Krise extrem stark frequentiert. Statt hier die Investitionen für Pflege und Neubau zu reduzieren oder womöglich Stellen abzubauen, müssen mehr Investitionen erfolgen. Zum Beispiel überein gesondertes Förderprogramm für Grün in Kommunen. Dies fordern BGL, bdla, BdB, ZVG und DNR. Foto: Michael Bürke, pixelio.de

Die grünen Verbände Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Bund der Baumschulen, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, Zentralverband Gartenbau sowie Deutscher Naturschutzring fordern ein grünes Konjunkturprogramm für kommunale Investitionen, das auch den grünen Mittelstand stärkt.

Grüne Infrastruktur gehöre zu den wichtigsten Elementen kommunaler Daseinsvorsorge. Für die konkrete Umsetzung von Grünmaßnahmen sind letztlich die Städte und Gemeinden verantwortlich. Allerdings werden diese häufig nicht mehr über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um "grüne Lungen" in der nötigen Qualität und Quantität zu realisieren. Auch fehlen oft Ressourcen für ein langfristiges Pflegekonzept, das aber für die Wirksamkeit und Attraktivität von Grün- und Freiflächen so wichtig ist. Infolge der Corona-Pandemie und den notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung müssen die Kommunen mit einem drastischen Rückgang ihrer Steuereinnahmen rechnen. Ihnen bleibt nur noch wenig Spielraum zur Umsetzung der dringend notwendigen Grünmaßnahmen.

Vor diesem Hintergrund müssen Bund und Länder für eine klimagerechte Stadtentwicklung jetzt wirksame und umfassende Investitionen in grüne und blaue Infrastruktur anstoßen. Wir fordern die Bundes- und Landesregierungen auf, zu Gunsten der Städte und Gemeinden ein langfristiges Förderprogramm für die grün-blaue Infrastruktur in der Stadt und im ländlichen Raum einzurichten, um damit die Ziele des Weißbuchs Stadtgrün und des Masterplans Stadtnatur der Bundesregierung zu unterstützen. Ein solches Programm muss auch die Struktur und Organisation der Grünflächenämter stärken.

Die Kommunen brauchen für eine hohe Qualität der Grünflächen und eine langfristig gesicherte Pflege Planungssicherheit. Vor dem Hintergrund der großen Herausforderungen für Mensch und Klima muss das Programm auf Kontinuität ausgerichtet sein und über mehrere Jahre angeboten werden. Ein wirksames grünes Förderprogramm muss zudem mit ausreichenden Haushaltsmitteln ausgestattet sein, die den über 10.000 Gemeinden in Deutschland die dringend notwendigen Investitionen in Grün ermöglichen.

Auf Grund der aktuellen Situation muss der Eigenanteil bei vielen Kommunen auf ein notwendiges Minimum reduziert werden, um einen deutlichen Impuls für Investitionen in Grün in ganz Deutschland zu setzen. Die psychische und physische Gesundheit der Menschen, die Umwelt und das Stadtklima brauchen gerade in diesen schwierigen Zeiten eine umfassende Aufstockung von Bau- und Pflegemaßnahmen in Grün- und Freiflächen.

Und: Ein Bundesprogramm für Grün lohnt sich in mehrfacher Hinsicht, weil es neben der positiven Wirkung auf Mensch und Umwelt eine konjunkturpolitische Wirkung erzeugt.

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