Natursteinpreis

Neue urbane Landschaften im Neckarbogen

Die BUGA Heilbronn 2019 hat einen umfassenden Stadtumbau begleitet, in dessen räumlichen Zentrum das "Modellquartier Neckarbogen" steht. Foto: Nikolai Benner

Die BUGA Heilbronn 2019 hat einen umfassenden Stadtumbau begleitet, in dessen räumlichen Zentrum das "Modellquartier Neckarbogen" steht - ein Projekt, das für den Deutschen Natursteinpreis eingereicht wurde. Die neue urbane Landschaft bestimmt dabei wesentlich die Qualitäten und Leitstrategien der Stadtentwicklung.

Die dauerhaft entstandenen urbanen Landschaften rahmen den städtischen Kern und es wurden auf einer Länge von 2 Kilometern hochwertige innerstädtische Uferbereiche am Neckar für die Stadtgesellschaft (zurück)gewonnen. Gleichzeitig werden heutige Landschaftsfunktionen wie der Schutz vor Lärm, des Hochwasserschutzes und der Retention oder der Schaffung von natürlichen Lebensräumen in multicodierte, "smarte" Landschaften überführt. Der Wert der inneren Landschaft und der ökonomische Umgang mit ihr motiviert zu vielschichtigen Funktionsüberlagerungen und neuartigen gestalterischen Antworten.

Der Hafenberg mit den bis 12 Meter hohen Erd- und Steinformationen des Felsenufers schafft ein landschaftliches Rückgrat vor der Industriekulisse am Neckarkanal. Er gewährleistet Lärmschutz bei beengten Verhältnissen, der Skywalk auf dem Grat bietet weite Blicke in die Landschaft. An den Wänden und in den Schluchten des Felsenufers entsteht ein vertikaler Spielplatz. Die Fels- und Schotterflächen bilden Lebensräume für Echsen und wärmeliebende Insekten. Die Gabionen, die den Hafenberg stützen und eine Reminiszenz an die Weinbergterrassen im Heilbronner Umland darstellen, sind mit Sandstein aus der direkten Umgebung gefüllt.

Der Karlssee mit Strand und Stegzugängen dient der Erholung wie auch der Pufferung des Regenwassers. Über die Wassertreppe ist er mit dem Neckar verbunden. Das nördlich an den Neckarbogen anschließende, 500 Meter lange Neckarhabitat steht für das Ermöglichen und Erleben von Natur inmitten der Stadt. Ein terrassiertes Auenrelief ist initial bepflanzt und wird der gesteuerten Sukzession überlassen. Eine schwebende Steglandschaft dient als Bewegungs- und Aufenthaltsebene.

Der Floßhafen ist neben dem Karlssee die zweite Reminiszenz an einen historischen Hafen. Er bildet das urbane Zentrum des neuen Quartiers. Stufen, Mauern und ein Wasserspielplatz laden zum Aufenthalt ein.

Der Neckaruferpark bildet den Zugang der Bewohner zum Fluss wie auch zur Altstadt. Mit seiner Terrassierung wird die geneigte Fläche für die Bewohner nutzbar. Der verwendete Seeberger Sandstein stammt aus Thüringen. Foto: Traco GmbH

Der Neckaruferpark bildet den Zugang der Bewohner zum Fluss wie auch zur Altstadt. Mit seiner Terrassierung wird die geneigte Fläche für die Bewohner nutzbar. Der verwendete Seeberger Sandstein stammt aus Thüringen. Aufgrund der kürzeren Transportwege fiel die Entscheidung bewusst auf einen Sandstein mit deutscher Herkunft. Während der Bauarbeiten wurde ein Teil der alten Winterhafenmauer aus Heilbronner Sandstein geborgen. Dieser konnte für die Einfassung der Neckaruferkante wiederverwendet werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 04/2021 .

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