Andreas Rolof

Ein Altbaum erbringt Umweltleistung von 400 Jungbäumen

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Zum Tag des Baumes Ende April hat Prof. Dr. Andreas Roloff von der TU Dresden eine neue Erkenntnis zu den Ökosystemleistungen von Bäumen formuliert: Um die Wirkungen eines Altbaumes mit einem Kronendurchmesser von etwa 20 Metern hinsichtlich seiner Umweltleistungen wie Luftfilterung, Beschattung, Kühlung und CO2-Speicherung zu ersetzen, braucht man knapp 400 Jungbäume.
Altbäume Stadtbäume
Prof. Dr. Andreas Roloff fordert einen besseren Schutz für alte Bäume – sowohl aus ästhetisch-emotionalen als auch ökologischen Gründen. Foto: Privat

Auf diese überraschende Gleichung stieß Roloff bei seinen Vorbereitungen auf die diesjährigen Dresdner Stadtbaumtage. Als er für seinen dortigen Vortrag nach Bedingungen und Faktoren suchte, die Bäume 1000 Jahre alt werden lassen, entdeckte er die Ein-Altbaum-entspricht-400-Jungbäumen-Formel. Nachdem er das Ergebnis mit unterschiedlichen Rechenmethoden überprüft und verifiziert hatte, beschloss der Dresdner Seniorprofessor, seine Erkenntnis in die Öffentlichkeit zu tragen.

"Auch mir war das Verhältnis in diesem Ausmaß so nicht bewusst", so Roloff. "Dies macht aber umso deutlicher, wie viel mehr wir Altbäume in unserer Umgebung achten und pflegen müssen und sie nicht leichtfertig fällen dürfen, um beispielsweise Baufreiheit zu schaffen".

Die derzeit bei Fällungen angeordneten Ersatzpflanzungen von ein bis drei Jungbäumen erfüllten im Lichte der ermittelten Gleichung allenfalls eine Alibifunktion.

hb

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