Rasendünger

Dem Klimawandel, den Hitzesommern und dem Insektensterben trotzen

Klimawandel, Hitzesommer, Insektensterben und Rückgang der Biodiversität haben auch den für viele Menschen wichtigsten Bereich des Gartens etwas in die Kritik geraten lassen. Aber ist das tatsächlich begründet? Haben die Rasenflächen hinter dem Haus eine Zukunft?
Hauert Rasendünger Rasen
Neben Beeten in denen es bunt blüht und lebendig summt, darf es durchaus auch gepflegten Rasen geben, auf dem man den unterschiedlichsten Outdoor-Aktivitäten nachgehen kann. Foto: Hauert Manna

Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer wissen: Mähen, Düngen, Wässern – das ist der Dreiklang, der für einen strapazierfähigen, sattgrünen Rasen sorgt. Aufgrund der trockener werdenden Sommer ist allerdings besonders der Wasserverbrauch derzeit ein viel beachtetes Thema und verlangt nach neuen Bepflanzungsideen für die Gärten. Präriestauden sind beispielsweise sehr trockenheitsresistent und benötigen daher weniger Wasser als Graspflanzen.

Auch die Wildblumenwiese wird häufig als Alternative zum Rasen genannt und bietet zudem Insekten und Kleintieren Lebensraum und Nahrung. Die meisten dieser Pflanzen sind allerdings sehr trittempfindlich und erholen sich nach dem Abknicken nur schwer. Beide Varianten können eine Rasenfläche daher nicht ersetzen, sondern diese nur partiell ergänzen.

"Wer beim Rasen Wasser einsparen will, sollte bereits bei Anlage der Fläche das richtige Saatgut wählen", erklärt Judith Bircher, Rasen-Bloggerin und Gartenbauingenieurin beim Düngerspezialisten Hauert Manna. "Mittlerweile werden spezielle Mischungen mit Grasarten angeboten, die ideal für sonnige und trockene Standorte sind. Sie wurzeln nicht nur in den oberen zehn Zentimetern, sondern mehr als 30 Zentimeter tief und kommen dadurch besser an die Wasserreserven im Boden." Auch bei der Art und Weise der Bewässerung lässt sich der Verbrauch der kostbaren Ressource reduzieren: So sollte in Trockenzeiten erst gegossen werden, wenn der Welkepunkt der Halme erreicht ist. Diesen erkennt man daran, wenn sich der Rasen nach dem Betreten nicht wiederaufrichtet.

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Die beste Zeit für die Bewässerung sind die frühen Morgenstunden: Dann nehmen die Halme die Feuchtigkeit gut auf und die Verdunstung ist vergleichsweise gering. Besonders nachhaltig ist es, wenn man fürs Gießen Regenwasser verwendet, das man in Tonnen oder Zisternen gesammelt hat. Fotos: Hauert Manna

"Wahr ist, dass den Bodenorganismen bei klassisch gepflegten Rasenflächen nicht so viel Nahrung zur Verfügung steht und ihre Zahl daher geringer ausfällt. Wer etwas für die Mikrofauna und -flora im Erdreich tun möchte, verwendet am besten organisch-mineralische oder Bio-Dünger. Die natürlichen Bestandteile darin dienen wichtigen Bakterien- und Pilzstämmen, Regenwürmern, Insekten, Algen und allerlei anderen Bodenorganismen als Nahrungsgrundlage. Beim Verdauungsprozess werden von ihnen Stickstoff und Kohlenstoff freigesetzt, die wiederrum für die Graspflanzen lebensnotwendig sind und über die Wurzeln aufgenommen werden." Diese Aktivierung des Bodenlebens hat noch weitere Effekte: Die zahlreichen kleinen Helfer schaffen durch ihr emsiges Treiben eine stabile, gut durchlüftete Bodenstruktur, die ein leichtes Wurzeln ermöglicht, Wasser besser speichert und bei Überschuss nach Starkregenfällen schneller abfließen lässt.

Ein gesundes Mittelmaß ist der beste Weg, um sowohl etwas für die Natur und hiesige Artenvielfalt zu tun als auch die Bedürfnisse und Wünsche der Gartenbesitzer zu erfüllen. Die Mischung macht's! Neben Beeten mit heimischen Pflanzen, in denen es bunt blüht und lebendig summt, darf es durchaus auch gepflegten Rasen geben, auf dem man den unterschiedlichsten Outdoor-Aktivitäten nachgehen kann. Und je nach Lebensphase und individueller Gartennutzung lässt sich der eine oder andere Bereich im Laufe der Jahre auch mal vergrößern oder verkleinern. Wenn die Kinder noch jung sind, ist eine große Freifläche zum Toben zumeist unabdingbar. Sind sie flügge geworden, lässt sich ein Abschnitt zum Beispiel in ein Staudenbeet oder eine Wildblumenwiese nahe eines entspannenden Sitzbereichs umwandeln."

Weitere Informationen unter www.rasen-blog.com.

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