Editorial

Dass öffentliche Parks und Gärten auch ein Wirtschaftsfaktor sind, haben wir spätestens gelernt, seitdem Kulturveranstaltungen vermehrt dort stattfinden. Wenn aber eine Kulturlandschaft oder ein Nationalpark eine der wenigen Einnahmequellen sind, erhalten sie eine sehr hohe Bedeutung für eine Region. Zu sehen ist dies am Beispiel des Odzala-Kokoua-Nationalpark in der Republik Kongo, dessen Leiter Paul Telfer beschreibt, mit wie viel Fingerspitzengefühl dort mit den Bewohnern vor Ort das Territorium entwickelt werden muss. Und dies vor allem auch, wenn hohe Investitionssummen aus Deutschland dorthin fließen.

Aber auch in Palästina lockt eine Kulturlandschaft etwa 100 000 Besucher nach Battir, um eine terrassierte Berglandschaft zu besichtigen, die zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Tourismus spielt dann als Einnahmequelle eine sehr große Rolle. In Referenz an eine immer internationalere Community der Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung veröffentlichen wir erstmals dazu einen Artikel auf Englisch.

Ein ganz anderes Thema ist die gewünschte Umbenennung der Beuth Hochschule für Technik in Berlin. Nach langen hochschulinternen Diskussionen wurde nun von der Akademischen Versammlung beschlossen, den Namen des Antisemiten Beuth abzulegen. Was geht's die Landschaftsarchitektur an? Diese Hochschule ist eine wichtige Ausbildungsstätte für den Nachwuchs der Grünflächenämter. Es kann ihnen nicht egal sein, welche Vorbilder sie setzt. Hierzu führte unser Praktikant, ein Student dieser Hochschule und angehender Landschaftsarchitekt, ein Interview mit einer Professorin.

Beste Grüße

Mechthild Klett

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 02/2020 .

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