Radlader

Ein Allrounder wird elektrifiziert

Die Vorteile des Arbeitens mit elektrisch angetriebenen Maschinen haben sich am Markt bewährt. So werden die Arbeitsbedingungen für den Fahrer und seine Umgebung sowie gegebenenfalls das Tierwohl mit einer eMaschine deutlich verbessert. Durch die Vermeidung von CO2-Abgasen, Lärm und Rußpartikeln können die anfallenden Arbeitsaufgaben in sämtlichen Innen- und Außenbereichen angenehm, aber dennoch mit gewohnter Performance erledigt werden.
Weidemann Radlader Bagger und Lader
Der Weidemann 1390e ist für die Landwirtschaft, aber auch für den Einsatz in der Kommune, im Gewerbe, Hotel oder Winterdienst geeignet. Foto: Weidemann GmbH

Die laufenden Energiekosten sind bei einer Maschine mit Dieselantrieb deutlich höher als bei einer elektrisch angetriebenen Maschine. Nach einiger Zeit amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten der eMaschine und so stellt diese über den gesamten Nutzungszeitraum sogar die wirtschaftlichere Investition dar. Darüber hinaus gibt es in vielen Ländern mittlerweile Förderprogramme zur CO2-Reduktion, so dass sich die höheren Anschaffungskosten damit relativieren. Im Zusammenspiel mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage ergeben sich weitere wirtschaftliche Vorteile. Auch beim geringeren Wartungsaufwand punktet die eMaschine gegenüber Dieselmaschinen durch den Wegfall von Motoröl- beziehungsweise Filterwechseln – und auch eine Reinigung des Kühlers entfällt.

Der neue Radlader 1390e von Weidemann hat je nach Ausstattung ein Betriebsgewicht von 2700 bis 3200 Kilogramm. Die Kipplasten der gerade ausgerichteten Maschine mit Schaufel befinden sich in einer Spanne von 1670 bis 2280 Kilogramm. Es stehen ein Fahrerschutzdach, das bewährte klappbare Fahrerschutzdach und eine Kabine zur Wahl. Der kaufmännische Geschäftsführer des Herstellers Bernd Apfelbeck skizziert die Einsatzmöglichkeiten des Laders: "Mit dem 1390e haben wir einen größeren und damit auch kraftvolleren Hoftrac elektrifiziert (. . . ). Im Bereich Land- und Pferdewirtschaft managt dieser Allrounder (. . . ) mittlere bis größere Tierbestände. Diese Größenklasse ist ebenfalls prädestiniert für den Einsatz im Gewerbe, im Hotel, in der Kommune und im Winterdienst."

Mit neuen Features und individueller Ausstattung soll der elektrische Lader den Nutzern ein bedarfsgerechtes Arbeiten ermöglichen. Die 96-Volt-Lithium-Ionen-Batterie ist wahlweise in drei Leistungsstärken erhältlich, so dass man die Laufzeiten der eMaschine auf die betrieblichen Arbeitsanforderungen abstimmen kann: Der Standard liegt bei 14,1 Kilowattstunden (kWh), optional verfügbar ist sowohl eine 18 Kilowattstunde- als auch eine 28 Kilowattstunde-Variante. Damit ist eine Laufzeit von bis zu 5,3 Stunden möglich.

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Weidemann Radlader Bagger und Lader
Der Ladevorgang erfolgt über eine leicht zugängliche, zentrale Ladeklappe am Heck der Maschine. Foto: Weidemann GmbH

Standardmäßig wird ein 3 Kilowatt (kW)-Onboard-Ladegerät verbaut. Optional kann ein zweites 3 Kilowatt Onboard-Ladegerät gewählt werden, um die Ladeleistung auf 6 Kilowatt zu erhöhen. Im besten Fall kann die Ladezeit somit bei 1,8 Stunden liegen (von 20 auf 80 %). Der Ladevorgang erfolgt über eine leicht zugängliche, zentrale Ladeklappe am Heck der Maschine. Dahinter befinden sich die Steckdose, der Aktivierungsschalter und die Ladestandanzeige. Das Ladekabel (Typ 2 Stecker) kann mit einer Vielzahl unterschiedlicher Stecker kombiniert werden: 230 V Schuko, 230 V CEE, 400 V/16 A oder Typ 2 Stecker mit Wallbox (plus weitere Adapter Stecker).

Die elektrische Parkbremse mit Auto-hold und Hill-hold Funktion sorgt für Sicherheit und ein hohes Maß an Komfort bei jedem Fahr- und Stillstandvorgang. Außerdem wird mit dem Bremssystem über die sogenannte Rekuperation Energie zurückgewonnen, was die Laufzeit zusätzlich verlängert. In der Maschine werden zwei getrennte Elektromotoren (Leistung nach ECE R085) eingesetzt: einer für den Fahrantrieb (33,1 kW) und einer für den Antrieb der Arbeitshydraulik (21,2 kW). Dadurch wird der Energieverbrauch minimiert, denn die Leistung wird nur dann abgefordert, wenn sie auch wirklich benötigt wird.

Weidemann bietet bei allen Maschinen die für die Maschinengröße passende Kinematik an. Standard beim 1390e ist die P-Kinematik mit 3 Metern Hubhöhe. Optional ist zudem eine länger ausgeführte Version der P-Kinematik verfügbar, welche die Hubhöhe um 20 Zentimeter erhöht. Außerdem steht noch eine P-Z-Kinematik mit 3,2 Metern Hubhöhe zur Wahl, die eine Kombination aus P-Kinematik und Z-Kinematik darstellt. Sie ermöglicht größere Hub- und Reißkräfte.

Die Kabine des elektrischen Radladers bietet im 4-Säulen-Design mit Panorama-Heckscheibe gute Rundumsicht und weist ein für diese Klasse großes Platzangebot auf. Wahlweise sind einteilige oder zweiteilige Türen mit aufstellbaren Fenstern und Spaltbelüftung möglich. Die Kabinenheizung ist bei einer eMaschine von besonderer Relevanz, da sie viel Energie verbraucht und bei Benutzung die Laufzeit der Maschine minimiert. Das Heizkonzept von Weidemann soll die Wärme punktgenau dorthin bringen, wo sie gerade benötigt wird: Elektrisch beheizte Front- und Heckscheibe sorgen wetterunabhängig für klare Sicht und die optionale Dach-Panel-Heizung strahlt die Wärme von oben auf den Fahrer.

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