DGG-Preisverleihungen

Sonja-Bernadotte-Preis an Charlotte Bergmann, Medienpreis an Norddeutschen Rundfunk

Dr. Charlotte Bergmann ist Geoökologin und zertifizierte deutsch-polnische Wildnis-Pädagogin. Seit 1999 ist sie die Leiterin des Umweltzentrums "Drei Eichen" im Naturpark Märkische Schweiz. Foto: Privat

Philipp Juranek lebt in Berlin und Brandenburg, wo er selbst einen großen Naturgarten hat. Philipp Juranek zeigt mit dem preisgekrönten Film, dass jede*r einzelne vor seiner Haustür oder hinter seinem Gartenzaun etwas für die Artenvielfalt tun kann. Foto: Privat

Die Preisträgerinnen und Preisträger für 2020 stehen fest. Der Sonja-Bernadotte-Preis geht an Dr. Charlotte Bergmann vom Umweltzentrum Drei Eichen, und der Norddeutsche Rundfunk wird mit den Medienpreis 2020 für die Reportage "Der Traum vom Naturgarten - Eine Chance für Wildbienen, Schmetterlinge und Co." ausgezeichnet.

Das Kuratorium "Sonja-Bernadotte-Preis für Wege zur Naturerziehung" hat Dr. Charlotte Bergmann für ihr vorbildliches und überdurchschnittliches Engagement für die Wildnispädagogik zur Preisträgerin 2020 des "Sonja-Bernadotte-Preises für Wege zur Naturerziehung" benannt. Im Umweltzentrum Drei Eichen im brandenburgischen Buckow bekommen Kinder und Jugendliche mithilfe wildnispädagogischer Methoden wie Naturmentoring und Grenzerfahrungen einen starken Impuls für nachhaltiges Handeln. Wildnispädagogik knüpft an kindliche Vorlieben wie Spielen und Neugier an und führt die Kinder und Jugendlichen mittels eigener Erlebnisse und Handlungen an ein Thema heran. Wald, Wasser und Wildnis stehen dabei im Mittelpunkt. Neben Naturerfahrungen zielt die Wildnispädagogik aber auch auf den Aufbau von Selbstvertrauen und der persönlichen Entwicklung. Programme für Väter mit ihren Kindern und internationale Wildniswochen mit Jugendlichen aus dem nahen Polen runden das innovative Portfolio von Drei Eichen ab.

Der diesjährige DGG-Medienpreis geht an den Norddeutschen Rundfunk (NDR) mit einer Reportage, die am 13. und 14. März 2020 im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Der halbstündige Film von Autor Philipp Juranek begleitet die Naturgartenplanerin Susanne Reiter zu einigen ihrer Kund*innen und zeigt, wie aus langweiligen Grünflächen nach und nach artenreiche Paradiese entstehen. Die Jury hat beeindruckt, dass die Möglichkeiten, die Privatpersonen und Gemeinden haben, Refugien und neue Lebensräume für wildlebende Tier- und Pflanzenarten durch das Einbringen heimischer Wildpflanzen in Gärten und auf öffentlichen Grünflächen zu schaffen, aufgezeigt werden. "Der Film porträtiert und dokumentiert aber nicht nur, er verzaubert auch, nicht nur indem er wunderschöne Bilder von Tieren und Pflanzen zeigt, sondern auch die Begeisterung der Expertin und ihrer Kund/innen über die Schönheit der Garten-Natur".

Beide Preise können wegen der verschobenen DGG- Festveranstaltung erst am 22. Juni 2021 auf der Insel Mainau offiziell verliehen werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 12/2020 .

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