Die BUGA sorgt für eine Auffrischung der Innenstadt

GALK-Jahreskonferenz in Brandenburg an der Havel

von:
Bundesgartenschauen
In der St. Johanniskirche finden die 32 Blumenhallenschauen statt. Alle Fotos: Stadt Brandenburg an der Havel

Als erste überregionale Bundesgartenschau erstreckt sich die BUGA 2015 in der Havelregion von den Städten Brandenburg an der Havel nach Premnitz über Rathenow und Stölln zur Hansestadt Havelberg. Ein guter Grund, die Jahrestagung der Gartenamtsleiter und den Gemeinsamen Bundeskongress in unsere Stadt zu legen.

In Brandenburg an der Havel liegen zwei von drei Ausstellungsgeländen zentral in der Innenstadt und unmittelbar an der Havel - das Packhofgelände, ein ehemaliger Werftstandort und die Johanniskirche, die für die BUGA Blumenhalle sein wird. Der dritte Standort, der Marienberg liegt unmittelbar am Rand der Altstadt und verbindet diese mit den nördlich gelegenen Stadtteilen.

Seit den 1960er Jahren ist hier der "Zentralpark" der Stadt, nachdem erste noch zaghafte Ansätze zur Gestaltung eines Parks bereits auf den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückgehen. Für die Sanierung dieses Gartendenkmals im 21. Jahrhundert waren Versatzstücke, Rudimente und Überbleibsel aus vergangenen Epochen, hauptsächlich aus den 1960er- und 70er-Jahren, zu einer neuen Gesamtgestaltung zusammenzufügen. Neu und in der Vergangenheit unberücksichtigt, war es das Ziel, in weiten Teilen der auf einem eiszeitlichen Hügel gelegenen Parkanlage Barrierefreiheit herzustellen und das obere Plateau des Parks barrierefrei erreichbar zu machen.

Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert beherbergte der Marienberg die zentrale Wasserversorgung der Stadt. Insgesamt drei Hochbehälter, von denen nur der jüngste noch in Betrieb ist, versorgten das Wassersystem der Stadt mit dem notwendigen Leitungsdruck. Zur BUGA sind die technischen Installationen umgestaltet worden. Der jüngste Hochbehälter wurde Weinberg und Aussichtplattform zugleich. Von hier erschließt sich ein weiter Blick über die Stadt und ins Land bis zum hohen Fläming im Süden. Die älteren Hochbehälter wurden zum Heidegarten und zum Rosengarten umgestaltet.

Im Spannungsfeld aus denkmalpflegerischem Anspruch, fragmentarisch vorgefundener Bausubstanz und neuen Nutzungsanforderungen wurde durch die Stadt Brandenburg an der Havel bereits 2010 ein landschaftsarchitektonischer Wettbewerb EU-weit ausgelobt. Auch für die Johanniskirche und das Packhofgelände wurden wettbewerbliche Planverfahren genutzt, die zuweilen überraschende und immer sehr gute Ergebnisse hervorgebracht haben.

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Der Rosengarten und Heidegarten.
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Die unter Denkmalschutz stehende Werfthalle am Packhofgelände.

Für die jüngeren und jüngsten Besucherinnen und Besucher der BUGA und Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt sind sowohl auf dem Marienberg als auch auf dem Packhofgelände neue Spielplätze entstanden. Grundsätzliches Merkmal aller BUGA-Investitionsvorhaben der Stadt Brandenburg ist der auf Nachhaltigkeit angelegte Charakter. Der Marienberg wird auch nach der BUGA der Zentralpark der Stadt sein, die Johanniskirche, die seit 1945 eine Kirchenruine war, wird Ausstellungsraum bleiben und auch für kirchliche und kulturelle Zwecke genutzt werden. Lediglich zeitweilige Pflanzungen für die BUGA und fliegende Bauten werden nach 2015 keinen Bestand haben.

Der auf dem Packhofgelände angelegte Uferweg wird Bestandteil des überregionalen Radwegenetzes. Angestoßen durch die BUGA-Entwicklung konnten insgesamt gut zwei Kilometer überregionaler Radwege entlang des Havelufers durch die zentrale Innenstadt geführt werden und verbinden nun die östlichen mit den westlichen Stadtteilen sowie den Dom. Im städtischen Wegenetz ermöglicht dieser neue Weg, für den drei neue Brücken errichtet wurden, eine neue kreuzungs- und barrierefreie Wegeverbindung abseits des Straßenverkehrs.

Am Ufer des Packhofgeländes haben bereits im Vorfeld der BUGA die Stadtwerke ein neues Bürogebäude errichtet und inzwischen bezogen. Auch das letzte verbleibende Werftgebäude, ein markanter und großer Ziegelbau unter Denkmalschutz, unmittelbar an der Hauptfußgängerzone gelegen, konnte saniert werden und beherbergt jetzt ein Restaurant unmittelbar am Havelufer. Damit konnte der ehemalige altindustrielle Standort deutlich aufgewertet werden.

Alle BUGA-Projekte sind damit im Kern dauerhafter Natur und Bestandteil einer langfristig angelegten Stadtentwicklungsstrategie. Die konsequente Umsetzung dieser großen Investitionsvorhaben ist durch den Zieltermin der BUGA beschleunigt worden, unter erheblichem Einsatz städtischer Haushaltsmittel und Fördermitteln des Landes, des Bundes und der EU.

Darüber hinaus hat die Stadt die Gelegenheit genutzt, auch die nichteintrittspflichtigen Grünanlagen der Innenstadt einer Auffrischung zu unterziehen. Zusammen mit dem Engagement privater Eigentümer ist somit auch der gesamte Sanierungsprozess der Innenstadt erfolgreich vorangeschritten - Brandenburg an der Havel präsentiert sich als lebendige und attraktive Stadt im Land.

Autorin

Oberbürgermeisterin Stadt Brandenburg an der Havel

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