GALK-Bürgerbefragung

Grünanlagen hoch im Kurs

Immer mehr Bürgern ist es wichtig, in welchem Zustand sich der Park in der Stadt befindet und welche Aktivitäten dort möglich sind. Foto: Mechthild Klett

Nach einer Befragung der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz, GALK e.V., schätzen nahezu alle Befragten (98 Prozent) den Wert von Grünanlagen hoch ein. Auch die Wohnortwahl wird zunehmend von der Nähe zu Grünanlagen abhängig gemacht. Lag dieser Wert 2004 noch bei 66 Prozent, waren es zum Befragungszeitpunkt (2013) bereits 77 Prozent. Den hohen Stellenwert des Grüns bestätigen auch die 3619 Antworten auf die Frage: Was möchten Sie uns als Anregung mit auf den Weg geben? Sie belegen, dass sich die Bevölkerung sehr intensiv mit Parks und Grünflächen auseinandersetzen. Insgesamt nahmen rund 9500 Bürger in 18 Städten und Gemeinden an der Online-Befragung teil. "Trotz knapper werdender Haushaltsmittel und immer weniger Personal bleibt es notwendig, öffentliches Grün in seiner Funktion zu erhalten", so die Schlussfolgerung aus der Studie. Dies gilt umso mehr, da gerade bei der Grünflächenpflege in vielen Kommunen der Rotstift massiv angesetzt wurde.

Bei der Analyse der Befragung sind noch zwei weitere Ergebnisse von besonderer Bedeutung. Zum einen der Wunsch nach einer naturnahen Gestaltung der Grünanlagen und zum anderen die zunehmend kritischere Haltung gegenüber Zustand und Gestaltung der Parks je älter die Befragten sind. Bei der naturnahen Gestaltung spielen etwa schöne Baumbestände, Spaziermöglichkeiten und ruhig gelegene Parkbänke für die ältere Generation eine höhere Rolle, während Jugendliche unter 18 Jahren vor allem darauf Wert legen, im Park Sport treiben zu können und Freunde zu treffen.

Für die GALK zieht Manuela Maurer Bilanz: "Wir brauchen ein transparentes Grünflächenmanagement und müssen immer wieder deutlich machen, dass es Grünflächen nicht umsonst gibt", sagt die AK-Vorsitzende des GALK-AK Organisation und Betriebswirtschaft. Durch Kostentransparenz muss der Widerspruch zwischen steigendem Qualitätsanspruch einerseits und schwindenden Ressourcen andererseits für die Verwaltungsspitze, Politik und Bürger deutlich werden. "Das Ausmaß der Haushaltskürzungen macht deutlich, dass die politischen Entscheidungsträger den Grünbelangen derzeit eine geringere Bedeutung beimessen als in früheren Zeiten", betont Maurer. Die anspruchsvolle Aufgabe der Grünflächenverwaltungen bestehe darin, das Grün in der Stadt wieder stärker in Erinnerung zu rufen und positiv zu besetzen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 08/2014 .

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