Wegebau

Pflasterfläche hält Busverkehr stand

Die Sanierung erfolgte im Jahre 2009 mit einer Bettung aus dem Material Ecoprec sowie mit Tegula-Pflaster aus dem Hause F.C. Nüdling aus Fulda. Foto: F.C. Nüdling Betonelemente GmbH + Co. KG

Anfang der 90er-Jahre wurde in der Stadtrandgemeinde von Fulda die innerörtliche Straßenverbindung "Rabanus-Maurus-Straße" auf etwa 100 Meter Länge mit einer 8 Zentimeter dicken Pflasterdecke aus 18 x 23 Zentimeter Tegulapflaster befestigt, um mit den rustikal anmutenden Betonsteinen den dörflichen Charakter von Petersberg zu betonen. Eingefasst wurde die Straße mit einer beidseitig gepflasterten Rinne. Im Frühjahr 2009 entschieden sich die Verantwortlichen dazu, diesen Straßenabschnitt zu sanieren. Aus gestalterischen Gründen sollte erneut das Tegula-Pflaster aus dem Hause F.C. Nüdling Betonelemente aus Fulda zum Einsatz kommen - jetzt allerdings etwas kleinformatiger in den Abmessungen 15,3 x 18 Zentimeter und mit einer größeren Steinhöhe von 10 Zentimeter. Die Mehrdicke von 2 Zentimetern konnte kompensiert werden, da der Einbau als Dachprofil erfolgte. Die Tragschicht wurde entsprechend profiliert.

Die Besonderheit bei der Sanierungsmaßnahme bestand in dem verwendeten Bettungs- und Fugenmaterial. Hierzu Heribert Vonderau vom Tiefbauamt aus Petersberg: "Da die Tragschicht im Zeitverlauf an Tragfähigkeit nichts eingebüßt hatte, konnte diese noch verwendet werden. Gefragt war daher nun ein ebenso wasserundurchlässiges Bettungs- und Fugenmaterial, das die Pflasterfläche vor eindringendem Regenwasser schützt." Zum Einsatz kam Ecoprec. Hierbei handelt es sich um ein bituminös gebundenes Bettungs- und Fugenmaterial, das auf die Tragschicht im Heiß- oder Kalteinbau aufgetragen wird. Damals sei Ecoprec Hot in einer Stärke von circa 4 Zentimetern zur Ausführung gebracht worden. Dieses Material weise durch seine bituminösen Eigenschaften einen wasserabweisenden und nach dem Verdichten einen nahezu dichten Zustand auf. Die Pflastersteine seien in den noch teilweise warm angelieferten Bettungsstoff aufgebracht wurden und mit Fugenbreiten von 3 bis 5 Millimeter verlegt worden.

Wichtig sei ihnen eine einwandfreie Fugenfüllung gewesen, denn nur wenn die Fugen ordnungsgemäß verfüllt seien, könnten diese ihre Funktion als elastischer Puffer zwischen den Steinen wahrnehmen und somit eine dauerhaft gute Stabilität der Fläche bieten. Die Immobilisierung des mit Ecoprec flexibel-gebundenen Bettungsmaterials führe zu einer weiteren Minimierung des Schadenspotentials. Das habe hier eine besondere Bedeutung, denn die Rabanus-Maurus-Straße verfüge über die Belastungsklasse 3,2, da im Halbstundentakt schwere Bussen fahren.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 04/2020 .

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