20 Jahre galk.de

"Wir wollen die Bedeutung der Grünämter stärken"

Dipl.-Biol. Gerhard Doobe leitet seit 20 Jahren die Online-Redaktion von galk.de. Foto: Privat

Dipl.-Biol. Gerhard Doobe leitet seit 20 Jahren die Online-Redaktion von galk.de in Hamburg. Im Interview mit Stadt+Grün erklärt er, wie er den Ausbau der Plattform miterlebt hat und welche Themen besonders gefragt sind.

Herr Doobe, die GALK-Internetredaktion feiert ihr 20jähriges Bestehen. Sind Sie in Feierlaune?

Das ist doch klar. 20 Jahre GALK-online ist ein perfekter Anlass, um mit allen Interessierten zu feiern, und wir haben uns in der Redaktion dafür einiges einfallen lassen. Im Mittelpunkt der Jubiläumsaktionen steht natürlich das GALK-Portal selbst mit einer Schnitzeljagt durch die GALK-Themenseiten mit attraktiven Gewinnen.

Können Sie zu den Gewinnen schon mehr sagen?

Die Gewinne werden wir im Internet veröffentlichen und ich freue mich auf hoffentlich zahlreichen Teilnehmer am Gewinnspiel. Nur der Hauptpreis wird noch nicht verraten - aber wir sind ja unter uns: als Tipp würde ich sagen: Maritimes Hamburg - Highspeedfahrt mit dem Katamaran nach Helgoland.

Wie ging es los mit galk.de?

Die 'Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz' ist ein Zusammenschluss der kommunalen Grünflächenverwaltungen und unterstützt den Deutschen Städtetag (DST) in seinen Aufgaben. Anfang 2001 habe ich den Wunsch der GALK aufgegriffen, sich mit einem eigenen Internetauftritt dem damals noch recht neuen Medium zu öffnen. Bereits im gleichen Jahr gingen wir unter www.galk.de mit einem eigenen Portal online.

Ist das nicht eine lange Zeit?

Natürlich könnte man jetzt einen WEB-Saurier vermuten, was ja auf die Langlebigkeit tatsächlich zutrifft. Im Netz erlebt man das GALK-Portal allerdings in modernem Layout. Dafür haben wir den Internetauftritt immer wieder auf den jeweiligen Stand der Technik gebracht, das letzte Mal mit einem kompletten Relaunch im Jahr 2018.

Hatten Sie selbst mit einer Erfolgsgeschichte gerechnet?

Soweit in die Zukunft habe ich nicht gedacht und eher den jeweils nächsten Schritt im Auge gehabt. Mit der Geburtsstunde habe ich für die verschiedenen GALK-Gremien viel Raum vorgesehen, um sich mit ihren Themenschwerpunkten darzustellen. Das hat geklappt und heute steht den Besuchern von galk.de ein breites Spektrum von Themenseiten über Grünflächenmanagement, Kommunale Baumkontrolle, Spielgerätesicherheit oder Leitlinien zum Kleingartenwesen zur Auswahl. Die Besucher können sich also über die kommunale Grünsituation informieren, aber auch konkrete Problemlösungen finden.

Wie kommen denn die Themen zusammen?

Für mich bedeuten die Arbeitskreise mit ihrem fortlaufenden Input eine wesentliche Triebfeder. In den letzten Jahren nimmt aber auch der Anteil aktueller Forschungsprojekte zu, die sich häufig mit den wachsenden Herausforderungen der Klimafolgen befassen. Auch meine eigenen, Hamburger Vorhaben liefern bis heute spannende neue Ergebnisse.

Welches Konzept stand oder steht hinter dem GALK-Portal

Es ist recht knifflig, für eine Organisation wie die GALK mit ihren Landesverbänden und zurzeit zehn spezialisierten Arbeitskreisen eine übersichtliche Homepage zu gestalten. Sie soll zum einen die GALK-Strukturen abbilden, damit der Besucher in die Themenwelt einzelner Arbeitskreise eintauchen kann. Zudem poppen in enger Taktung Neuigkeiten aus Grünflächenämtern, Universitäten und anderen Institutionen auf, die wir vorstellen und kommentieren.

Auf der anderen Seite soll das Internetportal mit seinen Kontaktdaten eine Brücke für die Besucher sein, um zu den richtigen Ansprechpartnern im Präsidium, in der Geschäftsstelle, der Redaktion oder in den Arbeitskreisen zu gelangen. Inzwischen sind auch ein Branchenbuch und die Jobbörse viel gefragte Serviceseiten geworden. Die dort gebührenpflichtigen Einträge helfen außerdem, den laufenden Betrieb finanziell abzusichern. Und wie jede ordentliche Verbandshomepage führt die GALK einen Terminkalender, der gern auch die Fachveranstaltungen Dritter ankündigt.

Die Gesamtbetreuung des GALK-Portals liegt bei der Redaktion. Nur die eigenen Auftritte der Arbeitskreise stellen im GALK-Portal eine Besonderheit dar. Für sie wickelt die Redaktion galk.de den technischen und redaktionellen Teil ab, aber die inhaltliche Verantwortung bleibt grundsätzlich bei den jeweiligen Arbeitskreisen.

Die Besucher greifen besonders gern auf die zum Downloaden angeboten Informationen zu, also Flyer, Broschüren oder Positionspapiere. Sie behandeln aktuelle Themen und geben den Stand des Wissens aus den Teilnehmerstädten wieder. Spitzenreiter des Besucherinteresses ist noch immer die GALK-Straßenbaumliste. Dazu beigetragen hat ganz sicher, dass sie - wie auch der GALK-Straßenbaumtest - schon seit 2012 als interaktive Anwendung fortgeschrieben wird.

Gibt es weitere technische Besonderheiten?

Für den internen Informationsaustausch haben sich die GALK-Gremien geschützte interne Verzeichnisse gewünscht. Dafür hat die Redaktion eine unabhängige IntraNET-Lösung auf drei Ebenen umgesetzt. Für die GALK e. V.-Mitglieder, für das (erweiterte) Präsidium und für jeden der GALK-Arbeitskreise stehen seit 2018 getrennte IntraNET-Verzeichnisse zur Verfügung. Der Zugang ist individuell passwortgeschützt und nur personenbezogen möglich. Die neue DSGVO/2018 macht es für uns alle nicht gerade einfacher, denn ohne schriftliche Einverständniserklärung ist eine Freischaltung nicht möglich. Die interaktiven Anwendungen zu Straßenbäumen habe ich schon erwähnt. Weitere, neue technische Möglichkeiten sind sehr reizvoll. Wir müssen dabei aber nicht nur den finanziellen Rahmen im Auge behalten, sondern auch den Betreuungsaufwand. Dafür fehlt einer Organisation, in der die Mitglieder ehrenamtlich tätig sind, der nötige Spielraum.

Spitzenreiter des Besucherinteresses ist noch immer die GALK-Straßenbaumliste. Abbildung: galk.de

Welches Resümee ziehen Sienach 20 Jahren?

Mein Resümee fällt sehr positiv aus, das gilt auch für den Blick nach vorne. Solange Fachinformationen im Internet gesucht werden, sind wir gut beraten, unsere Themen dort zu platzieren. Außerdem wollen wir so die Kommunikation mit anderen Fachvertreter*innen fördern und Informationen austauschen, . . . hier gibt es aber noch reichlich Luft nach oben. In der Redaktion galk.de entwickeln wir dafür individuelle und bedarfsorientierte Lösungen, halten die Fachinhalte aktuell und haben künftige Weiterentwicklungen im Blick. So wollen wir einfach die Chance nutzen, die Bedeutung der Grünämter und der Grünen Branchen für die Städte und ihre Bürger zu stärken und in den Fokus der Öffentlichkeit und der Politik zu rücken.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 07/2021 .

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