Gera 2035

Stadt entwickelt neues Innenstadtkonzept

Förderprogramme Stadtentwicklung
Die sächsische Stadt Gera will ihre Innenstadt neu entwickeln und hat hierfür Fördermittel aus dem Programm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren von 1,8 Millionen Euro erhalten. Foto: Michael Sander, eigenes Bild, CC BY-SA 3.0

Wie sieht die Zukunft von Geras Innenstadt aus? Die Antwort auf diese Frage soll ein neues Innenstadtkonzept geben, dass in den kommenden zwei Jahren im Rahmen des Förderprogramms "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" entwickelt werden soll. Insgesamt stehen der Stadt in diesem Programm rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung, wobei die Stadt eine finanzielle Förderung aus Bundesmitteln in Höhe von rund 1,63 Millionen Euro erhält.

"Dass Gera zu den Städten und Gemeinden gehört, die sich unter allen Bewerbern für eine Förderung qualifizieren konnten, zeigt, dass unser Projektentwurf 'Deine City Gera 2035' das Potenzial hat, sich zu einem tragenden Konzept für die Zukunft unserer Innenstadt zu entwickeln", erklärte Baudezernent Michael Sonntag. Ein solches Konzept sei auch nötig: "Die Corona-Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt, wie anfällig unsere Innenstädte mitunter sind. Die Folgen dieser Zeit sind nicht zu übersehen. Dabei ist das Zentrum das Herz einer jeden Stadt. Nur wenn dieses Herz kräftig und gleichmäßig schlägt, kann sich eine Stadt kreativ weiterentwickeln und Krisen gut bewältigen", so Sonntag.

Die Stadt Gera wird sich zunächst auf zwei große Aufgaben konzentrieren: Im ersten Schritt gilt es, eine grundsätzliche Konzeption zu erstellen. Ziel ist es, innovative Handlungsstrategien zu entwickeln, die Städten und Gemeinden dabei helfen, akute oder auch strukturelle Probleme wie die Verödung der Innenstädte zu bewältigen.

Ein attraktives Stadtzentrum soll dabei künftig mehr an seiner Erlebnis- und Erholungsqualität bemessen und als multifunktionaler Ort aufgestellt werden. Die zweite große Aufgabe wird die Initiierung eines Stadtentwicklungsmanagements sein, das die Erarbeitung des Innenstadtkonzepts betreut, koordiniert und nötige Abstimmungen realisiert. Dazu gehört unter anderem auch die Erstellung von vertiefenden Teilkonzepten, Gutachten und Beratungsleistungen sowie der Beauftragung von Machbarkeitsstudien.

Neben den konzeptionellen Aspekten sollen im Rahmen des Förderprogramms zudem einige Sofortmaßnahmen umgesetzt werden, die vor allem die Innenstadt Geras als Aufenthaltsort aufwerten sollen. Entsprechende Standorte und Maßnahmen werden aktuell von den zuständigen Fachämtern geprüft und abgestimmt.

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