Kühlendes Nass – Offenburgs Strategie: Erholungsflächen am Wasser

Entwicklungskonzept Gifizareal in Offenburg

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Klimaanpassung Klimagerechte Landschaftsplanung
Abb. 1: Der Gifizsee mit Halbinsel, Strandbad und dem Stadtteil Uffhofen. Foto: Ulrich Marx

Wasser in der Stadt ist im Zeichen des sich erwärmenden Klimas ein wertvolles Gut. Städtische Freiräume entlang von Wasserläufen mit Zugängen sowie der Möglichkeit sich im Schatten zu erholen und direkt vom Wasser profitieren zu können, werden gerade in heute schon warmen Regionen wie dem Oberrhein immer wichtiger.

Die notwendige Qualifizierung von Freiräumen an und entlang dieser Wassersysteme wird offensichtlich und ist von immenser Bedeutung für eine nachhaltige Klimaanpassung. Dabei müssen hier die Themen Naturschutz sowie Maßnahmen zur Erholung und Schutz vor dem sich erwärmenden Klima gleichermaßen berücksichtigt werden.

Offenburg profitiert von seiner landschaftlichen Lage und qualifiziert die Freiräume entlang des Wassersystems der natürlichen Gewässer und gebauten Umwelt. Verschiedene städtebauliche Entwicklungsprojekte begleiten heute bereits den Mühlbach. Im Mühlbachareal entstand so ein Quartier mit etwa 700 Wohneinheiten und einer großzügigen Promenade entlang des Bachlaufs, das Gebiet des Schlachthofs, weiter nördlich wird zukünftig von kulturellen, innovativen Nutzungen geprägt sein und der denkmalgeschützte Zwingerpark zu Fuße der Stadtmauer wird aufgewertet.

Mit den Planungen zur Landesgartenschau 2032 in Verbindung mit dem Thema der Renaturierung der Kinzig und der Aktivierung des heute kanalisierten Flussraums im sogenannten "badischen Profil", der Schaffung einer neuen Parkanlage an der Kinzig und der Entwicklung eines neuen Sportparks östlich des Mühlbachs hat die Stadt Offenburg ambitionierte Projekte geplant. Diese neue Freizeitachse für Erholung und Sport verbindet die Kernstadt mit dem Kulturland im Süden und dem Vorgebirge des Schwarzwalds. Das Naherholungsgebiet "Gifizsee" ist ein wichtiger Trittstein in der Qualifizierung der Freiräume entlang des Wassersystems.

Der See liegt etwa 2,5 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt im Südwesten auf der stadtauswärts gelegenen Seite der Kinzig, unmittelbar hinter dem Hochwasserdeich. Von der Innenstadt kommend wird das Areal über den neuen Grünzug entlang des Mühlbachs für Radfahrer und Fußgänger erschlossen.

Das etwa 55 Hektar umfassende Naherholungsgebiet umfasst 33 Hektar größtenteils extensive Grün- und 22 Hektar Wasserfläche. Es ist aus einer Stadterweiterung und der Umnutzung des ehemaligen Kiesabbaus in den 1960 bis 70er Jahren entstanden. Der See entstand in diesem Zeitraum und der Badebetrieb wurde 1963 zur Freude der Bewohner des neu entstandenen Stadtteils Uffhofen aufgenommen.

Ein Strandbad aus dieser Zeit bietet ein geschütztes Erholen, aber auch der Großteil der restlichen Uferflächen wird zum Baden und Sonnenbaden rege genutzt. Die Badenden teilen sich die Wasserfläche mit den Seglern des Segelvereins. Ein Gastronomiebetrieb, ein Wohnmobilstellplatz und ein Vereinshaus des DLRG, verschiedene Sportanlagen, sowie ein, von den technischen Betrieben der Stadt unterhaltener Streichelzoo ergänzen das Programm. Der Angelverein hat ebenso einen naturnahen Bereich der Halbinsel in Anspruch genommen.

Heute, nach 50 bis 60 Jahren seiner Entstehung, bedarf das Areal einer umfassenden Qualifizierung. In den Sommermonaten trat noch vor einigen Jahren auf dem See eine Blaualgenblüte auf. Die Badewasserqualität war nicht mehr gegeben. Grund war ein hoher Phosphatgehalt des Wassers und ein zu geringer Wasseraustausch, der unter anderem auf die Ufer- und Geländemodellierung zurückzuführen ist. Die Wegeführung, die Rasen- sowie Wiesenflächen und die Wasserzugänge leiden unter dem hohen Nutzungsdruck, zudem ist auch das Strandbad am Nordufer in die Jahre gekommen.

Die Freizeitsportflächen bedürfen ebenfalls einer Erneuerung. Gleichzeitig muss die Sanierung und Neuordnung auf die geänderten Anforderungen des städtebaulichen Umfelds reagieren. So zum Beispiel auf die alternde Bevölkerung in der Nachbarschaft und auch auf eine immer größer werdende Zahl an Besucherinnen und Besuchern aus der Region, hier insbesondere aus dem französischen Grenzgebiet des Eurodistrikts Straßburg-Ortenau. Dazu wird unter anderem ein einheitliches Leitsystem mit Beschilderungen in deutscher und französischer Sprache installiert, um auf die neue Besucherschaft angemessen zu reagieren. Eine umfassende Neuordnung des Areals ist somit erforderlich.

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Klimaanpassung Klimagerechte Landschaftsplanung
Abb. 2: Lageplan der Halbinsel mit dem Entwurf zur Neugestaltung. Abb.: BHM Planungsgesellschaft mbH
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Abb. 3: Stadt Offenburg: Geländemodellierungen strukturieren den Raum und zonieren unterschiedliche Nutzungsbereiche. Foto: Michel Fox

Vor diesem Hintergrund wurde im Sommer 2014 dem Gemeinderat das Entwicklungskonzept "Gifizareal" präsentiert, das vom Planungsbüro Bresch-Henne-Mühlinghaus aus Bruchsal als integratives und landschaftsökologisches Entwicklungskonzept erarbeitet wurde und eine Neuordnung des in die Jahre gekommenen, viel genutzten Gebiets als Ziel hatte.

Erste umgesetzte Maßnahmen dienten der Verbesserung der Wasserqualität, so zum Beispiel die Abflachung der Uferböschungen, die Entnahme hoher Uferbepflanzungen zur besseren Durchlüftung und in Folge einer möglichen Wasserumwälzung sowie die Reduktion des Phosphatgehalts durch eine Mikroflotationsanlage. Die Badewasserqualität wurde 2019 und in den folgenden Jahren, trotz der aufeinanderfolgenden Hitzesommer als "ausgezeichnet" festgestellt.

Die im weiteren Planungsverlauf vorgestellten und nachfolgend aufgeführten Bausteine, Maßnahmen und Ziele wurden in Verbindung mit einer Prioritätenliste aus einer breiten Bürgerbeteiligung abgeleitet. Zudem ist der Entwicklungsprozess verknüpft mit weiteren Bausteinen wie "Familienfreundliches Offenburg" und dem Prozess "Älter werden in Offenburg".

Das Stadtgebiet Uffhofen ist hier ein Modellprojekt. Für und mit Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils, aber auch darüber hinaus wird eine attraktive grüne Infrastruktur zur Erholung mit Spiel- und Sportmöglichkeiten, Sitzmöglichkeiten für unterschiedliche Nutzungen, einer vollautomatischen Toilettenanlage, etc. entwickelt und umgesetzt. Darüber hinaus sollten Orte der Begegnung und für Stadtteilveranstaltungen geschaffen werden. Drei Teilprojekte wurden im Bereich des Gifizareals priorisiert.

Als erstes Teilprojekt wurde der Bereich der Halbinsel mit Wasserspielplatz entwickelt.

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Abb. 4: Der Wasserspielplatz. Foto: BHM Planungsgesellschaft mbH
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Abb. 5: Der Spielplatz mit Wasserspielen spricht verschiedene Altersgruppen an. Foto: BHM Planungsgesellschaft mbH
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Abb. 6: Formen und Materialität nehmen die ehemalige industrielle Nutzung des Kiesabbaus spielerisch auf. Foto: BHM Planungsgesellschaft mbH

Die Funktion als Quartiersmittelpunkt für das angrenzende Stadtquartier der 60-70er Jahre stand hierbei ebenso im Fokus wie die Stärkung der Blickbeziehungen auf den See und die Verbesserung der Zugänglichkeit. Neben Sitzstufen entstand ein großzügiger Wasserspielplatz, sowie eine große Platzfläche die als bespielbarer Raum für verschiedene Aktionen dienen kann.

Ein Rundweg soll zukünftig alle Bereiche verknüpfen und sich besser in das Gesamtwegenetz des Gifizareals einfügen. Der zwischen Halbinsel und Strandquartier gelegene und bisher als technisches Bauwerk geführte Flutgraben wurde im Zuge der Umgestaltung ökologisch aufgewertet und gestalterisch in die Planung eingebunden. Der Baubeginn dieses ersten Teilprojekts erfolgte im Frühjahr 2021. Ein Jahr später konnte die Umsetzung abgeschlossen werden.

Ein sensibler Umgang mit den bestehenden Grünstrukturen zeigt sich bereits im ersten realisierten Teilprojekt, der naturnah gestalteten Halbinsel. Das Pflanzkonzept greift die empfindliche Thematik der gewässernahen Vegetation auf und prägt neben einem vielfältigen Angebot aus Sport-, Spiel- und Freizeitflächen die neue räumliche Gesamtstruktur der Halbinsel. Leichte Bodenmodellierungen verbessern die Raumwirkung und strukturieren das sonst eher flache Gelände. Sie schaffen neue Räume und grenzen die vielfältigen Nutzungsangebote voneinander ab.

Von extensiven Grünflächen bis hin zu intensiv genutzten Spielplätzen werden die Bereiche so landschaftlich zoniert. Das hierfür benötigte Material stammt vom angrenzenden Flutgraben, der bei der Umgestaltung von seinem ehemaligen, sehr technisch geprägten Aufbau in die landschaftliche Gestaltung eingefügt und dabei vergrößert wurde. Mehr Stauvolumen steht bei Starkregen nun zur Verfügung unter gleichzeitiger ökologischer Aufwertung.

Vom Stadtteil kommend prägen der umgestaltete Flutgraben und die extensiven Bereiche das Entrée. Zusammen formen sie ein "Wiesental" mit eingestreuten Solitärbäumen. Ein geschwungener Fußweg aus Schotterrasen mit Aufweitungen bietet kleine Rastplätze, gesäumt von niedrigen Gehölzpflanzungen. Etwas weiter Richtung Inselspitze folgen die intensiv genutzten Bereiche, die durch die "Freizeitwiese" mit ihren Sportangeboten, der Spiellandschaft sowie der "Landschafts-Arena" mit Uferterrassierung an der Spitze der Halbinsel geprägt sind.

Die Freizeitwiese gliedert sich in zwei Bereiche: das bestehende Basketballfeld wurde durch ein Rasenvolleyballfeld und einen Bolzplatz, sowie den Fitnessparcours ergänzt. Von einer kleinen Landschaftstribüne öffnet sich der Blick in Richtung dieser Teamsportbereiche und lädt Besucher zum Zuschauen ein. Zentrum der Freizeitwiese ist die großzügige Spiellandschaft im Süden. Gestalterisch greift sie die Atmosphäre der ehemaligen industriellen Nutzung des Bereichs als Kiesgrube auf. Sie umfasst drei Hauptspielbereiche: den ausladenden Kletterparcours für Schulkinder und Jugendliche, eine weitläufige Wasserlandschaft mit zahlreichen Spielmöglichkeiten und einen Balancierpfad, der sich vor allem bei Kleinkindern großer Beliebtheit erfreut.

Ergänzt werden diese drei Bereiche durch Schaukeln, Wippen und einen Wasserspielbereich zum Matschen. EPDM-Flächen fassen die einzelnen Flächen und Räume ein, bilden Inseln aus, formieren sich zu Kletterhügeln und erinnern an die ehemaligen Schutthügel der ehemaligen Kiesgrube. Sie strukturieren den Spielplatz.

Ergänzend zu diesem Rahmen schaffen Bereiche aus Kies- und Gesteinsschüttungen den Übergang zwischen den Spielbereichen und den angrenzenden, naturnahen Flächen. Ergänzt werden sie durch niedrige Blockpflanzungen aus Weiden. Die multifunktional nutzbare Landschaftsarena an der Spitze der Halbinsel eignet sich für kleinere Veranstaltungen für den Stadtteil.

Eine großzügige Geländemodellierung mit Sitzstufen gibt den Blick über den Gifizsee und auf die Silhouette des Schwarzwaldes frei. Dazwischen liegt eine wassergebundene Platzfläche, die multifunktional bespielt werden kann und vom See gerahmt wird. Die Bürgerinitiative nutzt diesen Bereich bereits intensiv zum Boulespielen.

Zum Ufer hin weitet sich die Platzfläche auf und geht in Rasen- und Kiesterrassen über, die einen attraktiven Aufenthaltsbereich am Wasser schaffen. Am Südufer wurden so die intensiven Nutzungen gebündelt, während das Nordufer der Halbinsel in einem naturnahen Zustand verbleibt und für Besucher unzugänglich ist. Visuelle Verknüpfungen hingegen bleiben bestehen und wurden ausgebaut.

Neben den Sichtbeziehungen standen auch die funktionalen Verflechtungen des Parks mit dem öffentlich angrenzenden Landschaftsraum im Fokus der Planung. Ein Rundweg soll die Halbinsel künftig erschließen und auch die Verknüpfung zu den angrenzenden Wohnquartieren verbessern. Diese werden aktuell über eine großzügige baumbestandene Achse aus Säuleneichen an den Gifiz angebunden. Hierzu wurde der Vegetationsbestand ergänzt und langfristig entwickelt.

Insgesamt waren die Beibehaltung und Weiterentwicklung des Vegetationsbestandes, vor allem in den ökologisch wertvollen Bereichen von großer Bedeutung, um diese langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisten auch die großflächigen Blühwiesen, die zur Stärkung der biologischen Vielfalt vor Ort beitragen werden.

Die Ansaaten wurden unter Berücksichtigung von naturschutzfachlichen und landschaftsgestalterischen Aspekten zusammengestellt und tragen aktiv zur Biotopvernetzung bei. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erholung und tragen zur Stärkung des Umweltbewusstseins in der Gesellschaft bei. Dieses wird auch durch ein differenziertes Erscheinungsbild mit Einzelbäumen, Gruppen, Baumreihen und Hainen gefördert.

Zudem wird die Natürlichkeit durch ein ausgeklügeltes Materialkonzept unterstützt. Alle Parkwege wurden in Form von wassergebundenen Decken hergestellt, die teilweise durch einen gepflasterten Begleitstreifen gesäumt werden. Skulpturale Sitzelemente aus massiver Eiche wurden eigens für die Parkanlage entworfen und verweisen auf die ehemalige Flösserei auf der Kinzig. Auf die Beleuchtung des Areals, mit Ausnahme der Beibehaltung der Bestandsbeleuchtung der Achse wurde bewusst verzichtet.

Als zweites Teilprojekt gilt das Nordufer am Gifizsee mit dem bestehenden Strandbad.

Die Neugestaltung des Nordufers sieht vor allem eine räumliche Neuordnung der beiden Bereiche um die Gastronomie und des Strandbads vor. Der Rundweg führt hier, wenig attraktiv, entlang der Wirtschaftsräume und Rückseiten der Gebäude. Der Bereich dient auch als Entrée zur Stadt und ist aktuell wenig ansprechend. Hierbei steht auch das Betriebsmodell des Strandbads zur Diskussion in eine Umformung zu einer offenen Badestelle. Gemeinsam mit Vertretern des Gemeinderats, der Verwaltung und der technischen Betriebe fand deshalb eine Exkursion zu Referenzprojekten im Raum München im Frühjahr 2020 statt.

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Abb. 7: Inselspitze mit Blick auf den Schwarzwald. Foto: BHM Planungsgesellschaft mbH

Als drittes Teilprojekt soll abschließend der Rundweg so ertüchtigt werden, dass auch Personen mit Kinderwagen und Rollatoren diesen Weg ohne Einschränkung nutzen können. Großer Wunsch der Bürgerschaft ist eine möglichst naturnahe Gestaltung mit wasserdurchlässigen Belägen.

Landschaftliche Qualitäten für Mensch und Natur nachhaltig zu sichern und ein sorgsamer Umgang mit der Gewässergüte zeichnen das Entwicklungsprojekt Gifizareal aus. Mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität und der Abflachung der Ufer hat die Stadt Offenburg die ersten Schritte hin zur Ertüchtigung der städtischen Erholungsflächen am Wasser gemacht.

Die darauffolgende Umgestaltung der zuvor beschriebenen Halbinsel inklusive der Errichtung eines Wasserspielplatzes zeigen die Bedeutung solcher Erholungsgebiete im Zeichen des sich erwärmenden Klimas auf. Offenburg hat diese Herausforderung erkannt und dem Entwicklungskonzept für das Gifizareal schon heute Modellcharakter verliehen. Eine florierende Stadt wie das Oberzentrum Offenburg muss neben der Schaffung von Wohnraum und sozialen Angeboten, auch dafür Sorge tragen, dass die wachsende Bevölkerung mit ausreichend und qualitativ hochwertigem Freiraum versorgt wird.

Der Nutzungsdruck auf die bestehenden Grünflächen steigt stetig und der Bedarf an neuen Sport-, Spiel und Erholungsflächen ist heute schon enorm. Darauf reagiert die Stadt nicht nur mit dem hier beschriebenen Konzept, sondern auch bei den neuen Konversions- und Entwicklungsgebieten in vorbildlicher Weise. Der "Gifiz" erfreut sich heute schon großer Beliebtheit für die Bürger*innen der Stadt Offenburg, als auch für Besucher aus der Region und dem Eurodistrikt Straßburg-Ortenau.

Die Bürger*innen waren es auch, die die Planung von Beginn an mitgestalten konnten. Mit großangelegten Bürgerbeteiligungsverfahren wurde das Projekt bereits in der Konzipierung öffentlich diskutiert und Anregungen der Teilnehmer in die Planung und spätere Umgestaltung integriert. Auf zwei Baustellenbegehungen wurde der Prozess der Umgestaltung erläutert und auch Fragen zu manch nötigen Baumfällungen erklärt.

Mit der Erstellung eines nachhaltigen Pflegekonzeptes soll der Erhalt des Areals am Gifizsee gesichert und zukunftsfähig weiterentwickelt werden - damit auch in Zukunft die Bedeutung der wassernahen Freiflächen erhalten bleibt!

Klimaanpassung Klimagerechte Landschaftsplanung
Abb. 8: Der ehemalige Standort der Förderanlage des Kiesabbaus mit Spundwand zum See wird zum Balkon über dem „Gifiz“. Foto: BHM Planungsgesellschaft mbH
Kennzahlen
  • Gesamtfläche: circa 45.000 m²
  • Ansaat Rasen + Wiese: circa 22.000 m²
  • Neupflanzungen Bäume Hochstamm: 26 Stück
  • Neupflanzungen Gehölze: 1.100 Stück
  • Erdbewegungen: circa 40.000 Tonnen
  • Wege (Wgd + Schotterrasen): circa 6.000 m²
  • Spielfläche: 1.700 m²
  • Kosten der Maßnahme: 1.300.000 Euro brutto
Planer:
  • Bresch Henne Mühlinghaus
    BHM Planungsgesellschaft mbH
    Landschaftsplanung - Stadtplanung - Freiraumplanung
    Büro Bruchsal: Heinrich-Hertz-Straße 9,76646 Bruchsal,
    www.bhmp.de
Projektsteuerung:
  • Michel Fox, Stadt Offenburg,
    Fachbereich Hochbau, Grünflächen, Umweltschutz,
    Abteilung Grünflächen und Umweltschutz
 Philip Denkinger
Autor

Landschaftsarchitekt, Stadt Offenburg

Abteilungsleiter Fachbereich Hochbau, Grünflächen, Umweltschutz

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