Kommentar

Pflegemanagement ist entscheidend!

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Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Parks vor allem dem kontemplativen Aufenthalt vorbehalten. Heutige Parks müssen mehr leisten. Die meisten Parks sind ökologisch bedeutsam, bieten Rückzugsräume für seltene Tier- und Pflanzenarten, bieten Abkühlung und Frischluft.

Der Klimawandel macht vor Parks nicht halt, Pflege wird allein deshalb aufwendiger, es braucht Anpassungskonzepte für die Pflanzungen. Parks sind sozialräumliche Kulminationspunkte, treffen hier doch junge und alte Menschen, Zugezogene und Hier Geborene, Professor*innen auf am gesellschaftlichen Rand Lebende aufeinander.

Das Potenzial von Parks ist hoch, dies aber auch im negativen Sinne. Mancherorts tobt ein Kulturkampf um Nutzungen, um Richtig und Falsch, um Verbote und Beschränkungen. Dazu steigt der Nutzungsstress. Je beliebter, desto höher der Nutzungsdruck, desto mehr Pflege ist erforderlich und desto mehr Konflikte gibt es. Lösungsansätze lassen sich nicht pauschalieren.

Gleichwohl zeichnet sich ab, dass neben der Planung und Bewirtschaftung, die heute viel mehr zwischen den unterschiedlichen Nutzungen vermitteln muss, Pflegemanagement und Pflegeintensität entscheidend sind. Dazu kommen Aushandlungsprozesse um Nutzungen, die immer und immer wieder ausgetragen werden müssen. Schließlich sind Parks nie fertig. Und auch partizipative Prozesse, die in der Planung meist intensiv betrieben werden, braucht es fortlaufend.

Katrin Korth

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Dr.-Ing. Katrin Korth
Autorin

Freiraum- und Verkehrsplanerin

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