Paris

Die Mondsichel-Gartenstadt - ein Bauprojekt für die resiliente Stadt

Gartenstädte Stadtklima
Das Großprojekt croissant de lune erinnert an ein mondfarbenes Croissant. Visualisierung: rescubica

Wie sieht die Stadt von morgen aus? Die neuen gesundheitlichen, ökologischen, energetischen, klimatischen und soziologischen Herausforderungen drängen Architekt*innen dazu, die Stadt neu zu erfinden. Kann zeitgenössische Architektur noch Lösungen für das Wohlergehen der Menschheit bieten? Kurzum: Haben Architekt*innen heutzutage die Mittel, um die Übel der Gesellschaft zu heilen? Können sie eine humanistische Rolle einnehmen, indem sie Werke für andere bauen und nicht nur, um ihr eigenes Ego zu befriedigen?

Ideen hierzu wurde vom Pariser Büro rescubica entwickelt. Diese spontanen Vorschläge werden auf einer empirischen Analyse, einer gegebenen Situation und ihres Kontextes entwickelt, entstehen aus dem Augenblick und soll prospektive Architektur abbilden. Der Ansatz steht für ständigen Wandel und nicht für ein starres, dogmatisches Festhalten an einmal für richtig befundenen Erkenntnissen. Dies beinhaltet auch die Einbindung verschiedener Akteursgruppen.

Dieses Projekt befindet sich im Herzen eines Grüngebietes, des Bois de Vincennes, am Lac des Minimes, ca.10 Kilometer südöstlich des Pariser Stadtzentrums, im 12. Arrondissement der französischen Hauptstadt. Der natürliche Bogen des Sees bleibt erhalten, ebenso wie die verschiedenen Inseln.

Urbane Landwirtschaft, Kultur-, Sportangebote und Landschaft vereint

Urbane Landwirtschaft wird in Innenhöfen, auf Dächern oder auf öffentlichen Freiflächen ermöglicht. Damit werden nicht nur Grundnahrungsmitteln wie Mais, Bohnen, Kräutern und Gewürzen angebaut, es entstehen auch Flächen für die Viehzucht. So können sich einerseits lokale Unternehmen ansiedeln, die für ein zusätzliches Einkommen der Anwohner sorgen. Andererseits werden Kosten für die Abfallentsorgung, für Transportkosten und -Energie reduziert und CO2 eingespart. Darüber hinaus erleichtert urbane Landwirtschaft den intergenerationellen und interkulturellen Austausch, bietet eine Freizeitbeschäftigung an und stärkt so den Zusammenhalt und den Gemeinsinn.

Hinzu kommen Einrichtungen für städtische, sportliche und kulturelle Aktivitäten, die in Wohnbereiche und Büros integriert sind. Die Integration dieser Art von Räumen ermöglicht es, der Stadt neuen Sinn und Rhythmus zu geben. In Bezug auf die reine architektonische Intention, ging es darum Landschaftsbauten umzusetzen. Die Dachterrassen werden zur fünften Fassade des Gebäudes, die mit einer echten Landschaft verschönert und die durch Wasserstellen und kleine Häuser wie urbane Gewächshäuser unterbrochen wird.

Diese urbane Silhouette nimmt die Form von Canyons an, die die Stadt auf natürliche Weise belüften und visuelle Perspektiven eröffnen. Die Kultur gleich vor der Haustür spart Fahrzeit und Energie. Auf diese Weise soll Urbanität transformiert werden. Dieses urbane Projekt soll außerhalb der alten Stadt entstehen, mitten in einem Wald, der selbst von Menschen für Menschen geschaffen wurde.

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