Umweltschutz

Nationalpark Eifel feiert 20. Geburtstag mit Rekordzahlen

Mit neuen Rekorden bei den Besucherzahlen startet der Nationalpark Eifel seinen 20. Geburtstag. Knapp 1,4 Millionen Besuche konnte das Schutzgebiet in der Saison 2022/2023 verzeichnen. Eine Verdreifachung seit der ersten Untersuchung im Jahr 2007, die mit 450.000 Besuchen startete.
Nationalparks Naturschutz
Der Eifel Nationalpark hat sich von einem ehemaligen Truppenübungsplatz zu einem Naturparadies entwickelt. Foto: Thomas Max Müller, pixelio.de

Auch die durch Nationalpark-Gäste erwirtschafteten Bruttoumsätze in der Region zeigen einen starken Anstieg von rund 30 Millionen Euro (Studie 2014/2015) auf nun 76 Millionen Euro pro Jahr. Dies entspricht fast 1350 Vollzeit-Arbeitsplätzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln und der Universität für Bodenkultur Wien, die zum Jubiläum veröffentlicht wurde.

"Diese Erfolgsgeschichte hier in der Eifel kann auch Beispiel für andere Regionen in NRW sein", sagt Oliver Krischer, Umweltminister von Nordrhein-Westfalen.

Hierzu habe man ein landesweites Findungsverfahren für einen zweiten Nationalpark gestartet, das allen Regionen Nordrhein-Westfalens offensteht. Als Land unterstützen wir interessierte Regionen mit Informations- und Dialogangeboten und haben zugesagt, geeignete Flächen in einen Nationalpark einzubringen."

Mehr als 11 300 Arten nutzen Nationalpark als Lebensraum

Das Großschutzgebiet in der Eifel wurde 2004 als erster und bislang einziger Nationalpark in Nordrhein-Westfalen gegründet. Er umfasst rund 110 Quadratkilometer und gilt als "Entwicklungs-Nationalpark", da in einer Übergangszeit noch Maßnahmen zur Renaturierung und Förderung natürlicher Lebensräume umgesetzt werden.

Waren anfangs im Schutzgebiet 230 gefährdete Arten bekannt, konnten Forscherinnen und Forscher mittlerweile mehr als 2600 Rote-Liste-Arten nachweisen, die im Nationalpark wertvollen Lebensraum finden. Insgesamt leben in dem Schutzgebiet an der belgischen Grenze sogar mehr als 11 300 Arten.

Biber, Milane, Mauereidechsen, Wildnarzissen und auch typische Arten für alte Wälder wie der "Urwald-Pilz" Ästiger Stachelbart nutzen den Nationalpark als Lebensraum. Auch das Vorkommen von Spechten als Charaktervögel naturnaher Wälder verdeutlicht die Bedeutung des Nationalparks.

Zu den Maßnahmen zur Steigerung der Naturnähe gehören die Pflanzung heimischer Baumarten und die Renaturierung von Gewässern. Große Fortschritte konnte die Nationalparkverwaltung gemeinsam mit der Biologischen Station StädteRegion Aachen e. V. im LIFE+ Projekt "Wald – Wasser – Wildnis" erzielen.

Mit einer Förderung der EU konnten mehr als 500 Einzelmaßnahmen zur Renaturierung von Wald- und Wasserlebensräumen und zur Entwicklung von Offenlandlebensräumen umgesetzt werden. Rund 80 Kilometer Fließgewässer wurden wieder durchgängig und naturnäher. Bei der letzten Erfassung wurden 98 Wildkatzen festgestellt; vermutlich sind es deutlich mehr als 100, die im Nationalpark einen Lebensraum finden.

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