Karlsruhe

Verwandlung in ein Biodiversitätsdach

Das 235 Quadratmeter große Clubhausdach des Karlsruher Eislauf- und Tennisvereins e. V. (KETV) ist das erste Biodiversitäts-Gründach von Karlsuhe. Foto: ZinCo

Das 235 Quadratmeter große Clubhausdach des Karlsruher Eislauf- und Tennisvereins e. V. (KETV) ist das erste Biodiversitäts-Gründach von Karlsuhe. Das vormals frei bewitterte Bitumendach hat im Zuge seiner Sanierung eine großartige Verwandlung vollzogen - hin zu Artenvielfalt und damit hohem ökologischen Nutzen.

Das Altdach konnte nach statischer Prüfung sehr gut als Grundlage für den neuen Aufbau dienen und erhielt zunächst eine Zusatzdämmung sowie eine wurzelfeste Kunststoffabdichtung. Darauf startete der Zinco-Systemaufbau mit der Schutz- und Speichermatte SSM 45 und dem Drän- und Wasserspeicherelement Floradrain FD 25. Dieses speichert Regenwasser in seinen oberseitigen Mulden und führt Überschusswasser auf der Unterseite sicher den Dachabläufen zu. Darauf folgte das Systemfilter SF.

Der Gestaltungsplan sah unterschiedliche Pflanzbereiche mit Substrathöhen von zehn bis 30 Zentimeter vor. Gerade diese Anhügelungen, in denen die Systemerde "Lavendelheide" mit höherem humosen Anteil aufgebracht wurde, lassen mehr Pflanzenvielfalt auf dem Dach zu. Bei der Auswahl der Pflanzen für ein Biodiversitätsdach orientiert man sich grundsätzlich auf ihre Bedeutung als Futterpflanze für Insekten und Vögel.

Außerhalb der Anhügelungen kam die eher mineralische Systemerde "Steinrosenflur" in einer Schütthöhe von 10 Zentimetern zum Einsatz. Hier säte man die Zinco-Samenmischung "Bienenweide" aus mit über 35 besonders nektarreichen und zeitversetzt blühenden Pflanzenarten.

Eine breite Palette an Biodiversitäts-Modulen ergänzt die Bepflanzung, damit Insekten, Schmetterlinge und Vögel nicht nur Futter finden, sondern auch artgerechte Nistplätze und Rückzugsbereiche. Dazu zählen Sandlinsen, Steinanhäufungen, Totholz, zwei Insektenhotels sowie eine kleine Wasserfläche.

Idealerweise ließ sich in den Systemaufbau gleich die Absturzsicherung, in diesem Fall fünf Fallnet SR-Einrichtungen, integrieren. Diese Rasterelemente sind auf der Dränschicht positioniert und werden von der Substratauflast lagesicher gehalten. Sichtbar davon sind nur ihre Anschlagpunkte.

Ebenfalls nach dem Auflastprinzip wurden sieben Solarbasis-Platten SB 200 mit Aufständerung integriert, denn die bereits vor der Sanierung vorhandenen Solarthermie-Module sollten auch auf dem Gründach wieder Platz finden. Diese auflastgehaltene Bauweise erübrigt Dachdurchdringungen und vermeidet damit etwaige Schwachstellen in der Dachabdichtung.

So ist ein Solar-Gründach entstanden, das gleichzeitig einer immensen Vielfalt an Flora und Fauna wieder neuen Lebensraum schenkt.

Sandra Schöll/globa

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 05/2022 .

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