Andrea Baier/Christa Müller/ Karin Werner (Hg.)

Unterwegs in die Stadt der Zukunft

Urbane Gärten als Orte der Transformation. Transcript, 432 Seiten, Hardcover, Fadenbindung, durchgängig vierfarbig, ISBN 978-3-8376-7163-6, 24 Euro, E-Book (PDF) Open Access
Fachliteratur Gartengestaltung

BUCHTIPP des Monats: Urban Gardening war und ist einer der grünen Trends der letzten zwei Jahrzehnte. Das deutsche Wort "Gemeinschaftsgärten" macht den Wert noch deutlicher, den diese Orte zwischen Urbanität und Natur haben: Das dortige Gärtnern ist nicht nur gut für das Mikroklima, sondern in aller Regel auch eine soziale Tätigkeit. "Unterwegs in die Stadt der Zukunft" widmet sich der Rolle, die urbane Gärten heute in unseren Städten haben, in all ihren Facetten. Am Anfang waren es vereinzelte Pionierprojekte, inzwischen sind sie aus dem urbanen Raum nicht mehr wegzudenken und auch in kleineren Städten und Dörfern findet das gemeinschaftliche Gärtnern Anklang.

Das vorliegende Buch basiert auf der Forschungsarbeit der "Anstiftung", einer Stiftung, die sich der Förderung, Vernetzung und Erforschung von Räumen und Netzwerken des Selbermachens verschrieben hat. Die drei Herausgeberinnen sind alle für die "Anstiftung" tätig; Karin Werner ist auch eine der Verlegerinnen des Transcript Verlags.

Nach dem Inhaltsverzeichnis wird das Buch von einer großformatigen Bilderstrecke eröffnet, in der die Vielfalt der Urban Gardening-Bewegung sehr schön eingefangen wird. Der folgende Beitrag der Herausgeberinnen gibt nicht nur einen Abriss, wie die Bewegung entstanden ist, sondern auch einen Ausblick, was Gemeinschaftsgärten zu einer sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft insgesamt beitragen können.

Auch die Autor*innen des zweiten Buchabschnitts scheuen sich nicht vor Utopien, beschäftigen sich aber auch mit konkreten Projekten und Forschungsarbeiten sowie mit den Problemen, denen gerade urbane Gärten häufig gegenüberstehen. Nach den "rebellischen" Anfangsjahren ist zwar inzwischen in Stadtverwaltungen mehr Verständnis vorhanden, aber die gleichzeitige Suche nach mehr Wohnraum engt den Spielraum von beiden Seiten wieder ein.

Der letzte Teil des Buches widmet sich Ortsbegehungen – Vorstellungen ganz unterschiedlicher Gartenprojekte von Bremen bis München, Köln bis Berlin. So hat etwa ein kleiner Fußballverein aus dem ländlichen Ostwestfalen, der SJC Hövelriege, einen Gemeinschaftsgarten am Spielfeldrand eingerichtet. nt

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