Vorläufige Bilanz

Landesgartenschauen erreichen mehr als 1,2 Millionen Besucher

Die Landesgartenschau Bad Herrenalb lockte mit 380 000 Besuchern deutlich mehr Besucher an als erwartet. Foto: Gartenschau Bad Herrenalb 2017

Mit einer positiven Bilanz können in diesem Jahr die Landesgartenschauen zum Ende der Ausstellungen aufwarten. Mehr als 1,2 Millionen Besucher zählten bis Redaktionsschluss allein die Veranstalter der drei Schauen Bad Herrenalb, Bad Lippspringe und Pfaffenhofen. Bei der Landesgartenschau in Apolda ist man mit der Bekanntgabe der Besucherzahlen noch vorsichtig: Bis zum 21. September erfassten die Veranstalter über ihr Kassensystem knapp 350 000 Besuche in der Herressener Promenade inklusive der Dauerkartenbesitzer. Eines steht aber bereits fest: Das Konzept Landesgartenschau ging in 2017 auf. Denn auch bei zurückhaltender Schätzung für Apolda werden die Landesgartenschauen in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 1,3 Millionen Besucher begrüßt haben - ein Ziel, dass sich die Veranstalter insgesamt gesetzt hatten.

Bad Herrenalb deutlich im Plus

Mit 380 000 Besuchern führt die Landesgartenschau Bad Herrenalb die Erfolgsbilanz an. Denn für die Schau in der baden-württembergischen Stadt, die am 10. September ihre Pforten schloss, war lediglich mit 200 000 Besuchern kalkuliert worden. Ein deutliches Plus, das Bad Herrenalbs Bürgermeister Norbert Mai in Begeisterung versetzt: Er sei "sehr stolz auf die erreichten Besucherzahlen", sagte Mai. Auch sei mit der Landesgartenschau die Chance genutzt worden, die Stadtentwicklung voranzubringen. Drei Geländeareale standen im Zentrum der Ausstellung: das historische Klosterviertel und der Kurpark, die in die Schau integriert wurden, sowie die sogenannte Schweizerwiese, auf der temporäre Ausstellungen stattfanden. Verbunden wurden die Areale mit renaturierten Abschnitten der Alb, die zahlreiche Sitzflächen boten und als Daueranlage erhalten bleiben. Insgesamt waren in der Schwarzwaldstadt auf rund zehn Hektar Ausstellungsfläche 1000 Quadratmeter Sommerblumen sowie Gärten rund um die Themen Garten, Haushalt und Ernährung zu sehen.

Das Motto "Blumenpracht und Waldidylle" setzten die Veranstalter in Bad Lippspringe auch in zahlreichen Spielplätzen um. Foto: LGS Bad Lippspringe 2017 GmbH

Pfaffenhofen übertrifft Erwartungen

Auch die Veranstalter im bayerischen Pfaffenhofen lagen mit ihrem Konzept unter dem Motto "Die Gartenschau zum Anfassen" richtig. Die Gartenschau, die bis zum 20. August lief, zog mehr als 330 000 Besucher an, 30 000 mehr als erwartet. Das 8,5 Hektar große Gelände umfasste vier Ausstellungsareale, die sich im Innenstadtbereich entlang der Ilm aufreihten. So waren auf einem Festplatz eine Blumenschauhalle mit wechselnden Ausstellungen, Themengärten sowie eine Schmetterlingshalle mit einer Vielzahl von exotischen Faltern zu sehen. Ein Sport- und Freizeitpark lud zu verschiedenen Aktivitäten ein. Auf einer ehemals versiegelten Fläche entstand ein Bürgerpark mit Staudenband und Froschkönigplatz. Wie schon in Bad Herrenalb war auch der Ausbau des dortigen Gewässers Teil des Konzepts. So wurde die Ilm auf einer Länge von 500 Metern naturnah umgebaut sowie Zugänge zum Fluss geschaffen.

Begeisterung in Bad Lippspringe

Über dem Kalkulationsplan liegt ebenfalls die Landesgartenschau im nordrhein-westfälischen Bad Lippspringe. Vier Wochen vor dem Ende der Veranstaltung begrüßten die Veranstalter den 500 000. Besucher. Damit ist das avisierte Ziel, rund 480 000 Besucher bis zum 15. Oktober zu erreichen, bereits übertroffen. Auffällig ist das Interesse der Einwohner des Kurortes an der Landesgartenschau. Insgesamt wurden in der knapp 15 000-Einwohner-Stadt bis Mitte Juli 10 415 Dauerkarten verkauft. Bürgermeister Andreas Bee sprach davon, dass man "in der ganzen Stadt eine Aufbruchsstimmung und Begeisterung" spürt und eine "Willkommenskultur entstanden ist, die von vielen Gästen gelobt wird". Bad Lippspringe ist der bisher kleinste Ort bundesweit, an dem eine Gartenschau ausgerichtet wurde. Besonderheit bei der Schau mit dem Motto "Blumenpracht & Waldidylle" ist die Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Kurwald. Das in zwei Teile angelegte, 33 Hektar große Gelände verbindet eine Flaniermeile durch die Fußgängerzone der Kurstadt.

Hoher Dauerkartenverkauf in Apolda

Die Landesgartenschau präsentierte sich unter dem Thema "Blütezeit Apolda 2017" auf rund 15 Hektar in der Herressener Promenade, die seit 1980 als Gartendenkmal gelistet ist. In Vorbereitung auf die Gartenschau wurde in die Verbesserung der Infrastruktur investiert. Unter anderem wurde der Bahnhof und das Bahnhofsumfeld saniert und mit dem Paulinenpark eine 3,8 Hektar große, öffentliche Parkanlage mit historischen Bezügen geschaffen. Wie in Bad Lippspringe war die Resonanz bei den Stadtbewohnern groß: Bis Mitte Juli verkauften die Veranstalter 5585 Dauerkarten, geplant waren nur bis zu 2200. Vier Tage vor Abschluss der Landesgartenschau standen die Zeichen ebenfalls auf Erfolg. Mit knapp 350 000 Besuchen übertrafen die Veranstalter das selbstgesetzte Mindestziel von 300 000. Besuchen.

globa

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 10/2017 .

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