Neue Branitzer Baumuniversität

Abriss im Außenpark schafft unversiegelte Stadtflächen

Der Rückbau der 127.000 Quadratmeter großen ehemaligen Gärtnerei im Außenpark der Branitzer Parklandschaft in Cottbus ist fast abgeschlossen. Durch die Maßnahme wurde bislang eine Fläche von 36 400 Quadratmetern von Beton entsiegelt, es folgen 6300 Quadratmeter weiterer Flächen.
Entsiegelung Renaturierung
Gelände der ehemaligen Gärtnerei im Außenpark, August 2022. Foto: SFPM

Mit dieser Flächenentsiegelung leistet die Neue Branitzer Baumuniversität der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) einen wichtigen Beitrag für die Grünbilanz der Stadt Cottbus. Denn unversiegelte Böden zur Versickerung von Wasser und Grünflächen zur Kühlung haben klimaregulierende Effekte, die in Zeiten des Klimawandels unverzichtbar sind.

Beim ersten Hitze-Check der Städte Deutschlands, den die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kürzlich veröffentlichte, schnitt die Stadt Cottbus insgesamt mit einer Grünen Karte ab. Bei dieser Analyse wurden Flächenversiegelung und Grünausstattung in 190 deutschen Städten betrachtet. Als größte Grünanlage im Stadtgebiet leistet die Branitzer Parklandschaft mit Branitzer Park, Vorpark, Spreeauenpark, Tierpark und Außenpark mit knapp 3,2 Quadratkilometer einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung, Kühlung und CO2-Speicherung in Cottbus: Immerhin beträgt der Anteil der Parklandschaft am Stadtgebiet 1,95 Prozent. Erste Teilflächen des entsiegelten Geländes der Neuen Branitzer Baumuniversität dienen bereits der Anzucht von klimaresilienten Bäumen. Der bei den Abbrucharbeiten anfallende Gehölzschnitt wurde verwendet, um sogenannte Benjeshecken anzulegen.

Sie bieten Vögeln, Igeln und Insekten Unterschlupf und entwickeln sich durch Aufwuchs von Bäumen und Sträuchern im Laufe der Zeit von selbst zu Windschutzhecken.

Bis Anfang September werden die letzten Rückbauarbeiten beendet sein. Agroforstflächen, Wiesen- und Biolandwirtschaft sind mittelfristig geplant. Im Frühjahr 2025 werden die Bauarbeiten für ein multifunktionales Forschungsgewächshaus und eine Technikhalle auf dem Gelände beginnen. Hierfür werden Bestandbauten nachgenutzt, modernisiert und umgebaut. Das Projekt wird im Rahmen des Projektes "Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel" vom Bundesbauministerium gefördert.

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